Die Ko-Evolution von Wissenschaft und Gesellschaft

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Österreichische Akademie der Wissenschaften, Wien, 15.03.2010
Die Hedy Lamarr-Lectures werden von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, der Telekom Austria Group und dem Medienhaus Wien veranstaltet.
Das Video wurde von der Telekom Austria Group zur Verfügung gestellt.
Eröffnung:

  • Beatrix Karl (BMWF) – Bio

Sprecherin:

 

  • Helga Nowotny (European Research Council) – Bio
Hintergrund Ist ein Wissenschafts-Unternehmer wie Craig Venter, „Entschlüssler“ des menschlichen Genoms, der neue Repräsentant einer Wissensgesellschaft in der wissenschaftliche Neugier und kommerzielle Verwertung zusammenfinden? Hat vielleicht gar eine „Demokratisierung“ der Wissensproduktion eingesetzt oder sind weitere konfliktreiche Auseinandersetzungen um Wissen, wirtschaftliche Interessen und Moral zu erwarten? Der Vortrag wird zeigen, dass Wissensproduktion immer Ergebnis unserer gesellschaftlichen Praktiken und Denkweisen ist, ebenso wie die Gesellschaft von unserem Wissen geformt ist (Ko-Produktion), und somit eine ko-evolutionäre Entwicklung von Wissenschaft und Gesellschaft stattfindet.

Der Vortrag Die Ko-Evolution von Wissenschaft und Gesellschaft ist Teil der Hedy Lamarr Lectures Serie.

Hedy Lamarr Lectures

„Wissen ist Macht“ formulierte vor über 400 Jahren der englische Philosoph Francis Bacon. Doch nie zuvor waren diese Worte so aktuell wie heute. Während die Wissensbestände exponentiell wachsen und ihre Verfallszeiten immer kürzer werden, verändern die neuen Informations- und Kommunikationtechnologien Verfügbarkeit von und Zugang zu Information und Wissen radikal.

Die möglichen gesellschaftlichen Folgen dieser Veränderungen, auf nationaler wie globaler Ebene, stehen im Zentrum der „Hedy Lamarr-Lectures“, die von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, der Telekom Austria Group und dem Medienhaus Wien veranstaltet werden. Die sozialwissenschaftliche Vortragsreihe ist nach der österreichischen Schauspielerin und Erfinderin Hedy Lamarr (1914-2000) benannt, ohne deren Erfindung des Frequenzsprungverfahrens die heutige Mobilfunktechnik nicht denkbar wäre. Lamarr, die in die USA emigriert und Gegnerin des Nationalsozialismus war, hatte dieses Verfahren ursprünglich für die Funkfernsteuerung von Torpedos entwickelt; es wurde jedoch vom US-Militär nicht eingesetzt. Seit den 1990er Jahren wurde ihr Beitrag zur Funktechnologie durch mehrere Auszeichnungen gewürdigt.

 

1 Comment

  1. Interessanter Beitrag! Gebookmarkt :)