Wie ist Gesellschaft möglich?

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Österreichische Akademie der Wissenschaften, Wien, 14.6.2010

Die Hedy Lamarr-Lectures werden von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, der Telekom Austria Group und dem Medienhaus Wien veranstaltet. Das Video wurde von der Telekom Austria Group zur Verfügung gestellt.

Sprecher:

Gerhard Vowe (Lehrstuhl für Kommunikations- und Medienwissenschaft, Heinrich Heine-Universität Düsseldorf) – Bio

Wie ist Gesellschaft möglich?

Gesellschaftskonzepte wie “Massen-gesellschaft”, “Mediengesellschaft” oder “Wissensgesellschaft” sind Antworten auf die grundlegende Frage aller Sozialwissenschaften, die der Schweizer Soziologe Georg Simmel 1908 gestellt hat: “Wie ist Gesellschaft möglich?”

Diese Konzepte stellen Angebote für die Selbstdiagnose einer Gesellschaft dar und konkurrieren um die Deutungshoheit. Welche Angebote sind für das gegenwärtige Selbstbild unserer Gesellschaften von besonderer Relevanz? Wie haben sie sich entwickelt? Welchen Sinngehalt und welchen Stellenwert für das Selbstbild haben sie? Die Vielfalt der konkurrierenden Konzepte ist Ausdruck des pluralen Selbstverständnisses der Gesellschaft; jedes akzentuiert eine andere Facette der Moderne.

Hedy Lamarr Lectures

„Wissen ist Macht“ formulierte vor über 400 Jahren der englische Philosoph Francis Bacon. Doch nie zuvor waren diese Worte so aktuell wie heute. Während die Wissensbestände exponentiell wachsen und ihre Verfallszeiten immer kürzer werden, verändern die neuen Informations- und Kommunikationtechnologien Verfügbarkeit von und Zugang zu Information und Wissen radikal.

Die möglichen gesellschaftlichen Folgen dieser Veränderungen, auf nationaler wie globaler Ebene, stehen im Zentrum der „Hedy Lamarr-Lectures“, die von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, der Telekom Austria Group und dem Medienhaus Wien veranstaltet werden. Die sozial-wissenschaftliche Vortragsreihe ist nach der österreichischen Schauspielerin und Erfinderin Hedy Lamarr (1914-2000) benannt, ohne deren Erfindung des Frequenzsprungverfahrens die heutige Mobilfunktechnik nicht denkbar wäre. Lamarr, die in die USA emigriert und Gegnerin des Nationalsozialismus war, hatte dieses Verfahren ursprünglich für die Funkfernsteuerung von Torpedos entwickelt; es wurde jedoch vom US-Militär nicht eingesetzt. Seit den 1990er Jahren wurde ihr Beitrag zur Funktechnologie durch mehrere Auszeichnungen gewürdigt.

Die Hedy Lamarr Lectures sind eine Kooperation zwischen:

  • Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW), Kommission für vergleichende Medien und Kommunikationsforschung
  • Telekom Austria Group
  • Medienhaus Wien

 

1 Comment

  1. disinformation sagt:

    Interessant, mal näheres zu den Schlagworten ZB Wissensgesellschaft, Massengesellschaft usw. zu hören!

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