Umbrüche, Aufstände, Interventionen
Perspektiven der arabischen Epochenwende
| Veranstaltet vom VIDC, Diplomatische Akademie Wien, 13. Oktober 2011 |
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Vortrag und Diskussion:
Moderation
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Die oftmals als ‚arabischer Frühling‘ oder ‚arabische Revolutionen‘ bezeichneten gesellschaftlichen Auf- und Umbrüche in der arabisch-islamischen Welt haben zweifellos einschneidend politische und soziale Landschaften verändert. Sie markieren den Beginn einer Epochenwende, auch wenn die grundlegenden Forderungen der verschiedenen Massenbewegungen umkämpft bleiben und selbst mannigfachen Widersprüchen unterworfen sind.
Ungewisse ZukunftBestimmt wird diese epochale Wende auch von einer Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen: gestürzte autoritäre Regime wie in Tunesien und Ägypten, Reformen ‚von oben‘ wie in Jordanien und Marokko, blutige Repressionen wie in Bahrain und Syrien und multinationale militärische Interventionen wie in Libyen. Im eigentlichen Sinn ist das politische Feld zu einem gesellschaftlich umkämpften Terrain geworden, dessen Zukunft noch nicht geschrieben ist. “Stabilisierung” des arabisch-islamischen Raums durch die westlichen ElitenZugleich arbeiten “westliche” ökonomische und politische Eliten nach dem ersten Schock der Demokratisierung daran, ehemals stabile (geo-)politische und (geo-)ökonomische Sichtweisen auf den arabisch-islamischen Raum zu aktualisieren. Unter dem Stichwort der “Unterstützung der Demokratiebewegungen” werden finanzielle Zuwendungen versprochen, ökonomische Projekte lanciert, politisch-diplomatische Vorgangsweisen koordiniert oder aber im Rahmen der NATO militärisch interveniert. Wie ist also dieses ‚westliche‘ Engagement zu bewerten und welche Un/Möglichkeiten ergeben sich zukünftig daraus? Wie können überhaupt all die Umbrüche trotz ihrer Unterschiedlichkeiten in ihren wechselseitigen Verknüpfungen analysiert werden? Was könnte diese Epochenwende für die Zukunft bedeuten? |


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